Eissauna Bild der Frau


Eissauna Bild der Frau, neuer Trend Kryotherapie

Eissauna – der Trend aus Hollywood. Einmal bibbern für die Schönheit

Frieren bei minus 160 Grad? Superstars wie Demi Moore und Jennifer Aniston oder Spitzensportler wie Cristiano Ronaldo schwören drauf. Weil es frisch und fit machen soll. Wir haben die Kältekammer getestet.


Ein bisschen Angst schwingt schon mit, als ich die Räume von „youthconnection“ in Hannover betrete. Denn hier steht sie, die neue Wunderwaffe der Stars. Und sieht eigentlich ganz harmlos aus. Aber die Tonne mit Tür hat es in sich. Durch verdampfenden Stickstoff kann es in ihrem Inneren minus 160 Grad kalt werden. Wie soll man das bloß ein bis drei Minuten – so lange dauert eine Anwendung – aushalten? Mir schlottern jetzt schon die Knie. „Keine Sorge“, beruhigt mich Geschäftsführer Simon Duckstein (31). „Diese trockene Kälte ist gar nicht unangenehm.“ Aber sie signalisiert dem Körper: Umschalten! „Dadurch werden Glückshormone ausgeschüttet, der Kreislauf wird aktiviert, Sauerstoff in jede Zelle transportiert und der Stoffwechsel angeregt“, erklärt Duckstein. Mediziner in Japan schwören deshalb schon seit den 80er-Jahren auf diese Form der Kältetherapie. „Bei regelmäßiger Anwendung bessern sich Hauterkrankungen und Allergien, Entzündungen und Schmerzen werden gelindert. Sogar Verletzungen heilen schneller.“ Doch nicht nur in Sachen Gesundheit – auch in puncto Schönheit verspricht die Eissauna eine Menge. „Die extreme Kälte strafft die Haut und hilft bei Cellulite. Außerdem werden in den drei Minuten rund 700 Kalorien verbrannt. Das entspricht etwa einer Stunde Jogging“, so Duckstein. Kein Wunder, dass halb Hollywood im Bibber-Hype ist. Und auch bei mir hat jetzt die Freude auf das neue Körpergefühl die Angst vor der Temperatur besiegt. In der Umkleidekabine lege ich Schmuck (Metall zieht die Kälte an!) und Kleidung (bis auf die Unterwäsche) ab, steige in warme Pantoffeln – und dann geht’s ab in die Kältekammer. Per Knopfdruck wird der Saunaboden so hoch gefahren, dass mein Kopf oben rausguckt. Die ersten 20 Sekunden sind um. „Alles okay?“, erkundigt sich Duckstein und rät mir: „Immer ein bisschen auf der Stelle treten.“ Nach einer Minute wird es langsam kühl, vor allem an den Oberschenkeln. Meine Beine kribbeln ein bisschen. Aber schlimm? Oder gar Schmerzen? Fehlanzeige. Noch eine Minute – und dann ist die Zeit auch schon um. Zurück in meinen Kuschelklamotten fühle ich mich super – und mir ist wohlig warm. Der Frische-Kick hat richtig gut getan. Und ich hatte tatsächlich das Gefühl, beim Anziehen schon leichter in meine Jeans zu rutschen. Doch wer beim Abnehmen nur auf die Eissauna setzt, wird enttäuscht. Duckstein: „Sie wirkt unterstützend – aber nur neben Sport und gesunder Ernährung.“ STEPHANIE QUANDT, Artikel Eissauna Bild der Frau, Ausgabe 23.10.2015.


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