Fett

Was ist Fett bzw. Körperfett?

Fett ist nicht gleich Fett. Fett hat in Ihrem Körper viele wichtige Funktionen. Im Folgenden finden Sie die Unterschiede von Fetten, wichtige Hintergrundinformationen, warum Ihr Körper lästige Fettdepots aufbaut und was genau Fettsäuren sind.

Was ist Fett?

Nahrungsfett ist ein Genussträger von Aroma- und Geschmacksstoffen und verleiht jedem Essen eine besondere Note. Nahrungsfette haben i.d.R. mehr als doppelt so viele Kalorien (9kcal) wie Kohlenhydrate oder Eiweiße (4kcal). Fett ist somit eine wichtige Energiequelle für unseren Körper und hilft Ihm fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) aufzunehmen. Wenn Fett bei Raumtemperatur im flüssigen Zustand vorliegt, wird von fettem Öl gesprochen. Fette sind wasserunlöslich (Lipide) und bestehen aus mehreren Fettsäuren, welche an ein Glycerinmolekül gebunden sind.

Fette als Energiedepot, Brennstoff und Baumaterial

Fette haben von allen Makronährstoffen die höchste Energiedichte, da Sie doppelt so viel Nahrungsenergie wie Proteine oder Kohlenhydrate aufweisen. Geringe Mengen fetthaltige Lebensmittel liefern also viele Kalorien. Unser Körper baut für Notzeiten gerne Fett-Reservedepots durch ein Kalorienüberschuss auf. So befinden sich in etwa bei einem Durchschnittsbürger in Reserve ca. 100.000 kcal Fett gut über den Körper verteilt. Würde unser Körper diese Reserve in Kohlenhydrate speichern, würden wir zusätzlich über 60 Kilo mit uns rumtragen. Ein Kalorienüberschuss an Kohlenhydraten wandelt unser Körper in Fettmolekühe um. Durch unser gespeichertes Körperfett hat jeder Mensch eine Reserve um wenige Wochen sogar ohne Nahrungszufuhr zu überleben. Dennoch empfinden wir meist ausgeprägte Fettdepots als unansehnlich.


Fett wird darüberhinaus in unseren Zellwänden als Baumaterial genutzt. Desweiteren dient es als Schutzpolster bsp. um unsere Organe. Fett isoliert unserem Körper vor Kälte und schützt vor Auskühlung.

Gesättigte und ungesättigte Fette

Ein Fett-Molekül besteht aus mehreren Fettsäuren bzw. Fettketten, welche an Glycerin gebunden sind. (Langkettige) Fettsäuren werden in gesättigt, einfach und mehrfach ungesättigt unterschieden. Je nachdem welche Fettketten an das Glycerin gebunden sind, wird von gesättigten oder ungesättigten Fett gesprochen. In Deutschland nimmt der Erwachsene Bürger in etwa 80-100g Fett pro Tag zu sich. Dies entspricht einem Anteil von 33-38%. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt lediglich 30% Ihres Energiebedarfs durch Fett zu decken. Wohingegen aktive Menschen mehr Fett auch gut vertragen. Ungesättigte Fette sollen nicht mehr als 10 % Ihres Energiebedarfs ausmachen, meist werden diese zu viel konsumiert. Einfach, ungesättigte Fette sollen 10 bis 13% und mehrfach ungesättigte ca. 7-10% ausmachen, meist werden die mehrfachen zu wenig verzehrt.

Gesättigte Fettsäuren

Gesättigte Fettsäuren kommen verstärkt in tierischen Nahrungsmittel wie Butter, Fleisch, Wurstwaren oder Milchprodukten vor. Diese Fettketten werden oftmals als ungesund angesehen, da Sie für die Entstehung von Übergewicht, Bluthochdruck, Gefäßschäden, Schlaganfällen bis hin zu Herzinfarkten, Diabetes und sogar Krebs mit verantwortlich gelten.

Ungesättigte Fettsäuren

Ungesättigte Fettsäuren werden ebenfalls durch die Nahrung aufgenommen. Sie kommen in pflanzlichen Ölen, fettreichen Fisch wie Hering, Makrele, Lachs vor. Ungesättigte Fettsäuren werden positive Eigenschaften nachgesagt, so sind diese essentiell für lebenswichtige Vorgänge wie bei der Blutgerinnung oder Entzündungsprozesse und das Krebsrisiko soll durch sie reduziert werden.

Eine negative Ausnahme bilden Transfettsäuren, da diese nachweislich das ungesunde LDL-Cholestrin im Blut erhöhen und das schützende HDL-Cholesterin senken und somit das Risiko für Arterienverkalkung und Herzkrankheiten erhöhen. Transfettsäuren befinden sich vor allem in industriell gefertigten Lebensmittel wie Margarinen, Eiscreme, Fertiglasagne, Tiefkühlpizza.

Einfach ungesättigte Fettsäuren

Eine Vielzahl von Studien belegen, dass ungesättigte Fettsäuren positiv für unseren Körper sind, denn sie wirken u.a. Bluthochdruck und Arterienverkalkung entgegen. Diese Fettketten können sogar die ungeliebten gesättigten Fettsäuren erfolgreich verändern oder verdrängen und so Gefäßwände elastisch halten. Diese Wirkung sollten Sie nicht überdurchschnittlich bei der Reduzierung Ihres Körperfettanteils bewerten, viel mehr ist eine ausgewogene Ernährung, Bewegung und vor allem Ihre Kalorienbilanz entscheidend. Einfach ungesättigte Fettsäuren sind besonders reichhaltig in Avocados, Nüsse und Oliven enthalten und sollten nicht mehr als 10-13% Ihres Energiebedarfs ausmachen.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Oftmals werden hier Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren unterschieden. Vereinfacht dargestellt verlangsamt Omega-3 Entzündungsprozesse in Körper während Omega-6 das entzündete Geschehen beeinflusst. Beide können auf die Fließ- und Gerinnungseigenschaft des Blutes, Weite der Blutgefäße, den Blutdruck sowie die Blutfette ausüben. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind somit für unseren Stoffwechsel in Maßen extrem wichtig.

Fettstoffwechsel

Das aus der Nahrung stammende Fett gelangt über die Verdauungsorgane über die Lymphe ins Blut und schließlich zu den Geweben. Überschüssiges Fett speichert der Körper als Fettdepots für schlechte Zeiten. Da wir in Deutschland heutzutage keine großen Hungerphasen mehr ausgesetzt sind und ein Überangebot an Nahrung besteht, sind unsere Fettdepots trotz Evolution nicht zwingend im großen Ausmaß notwendig. Außerdem kann eine sehr unausgewogene fettreiche Ernährung laut eines Artikels der Welt zu einer Reduktion Ihrer Muskeln führen.

Essen Sie Fett bewusst

Folgendes sollten Sie beachten:

  • Fette haben viele Kalorien, ob pflanzlichen oder tierischen Ursprungs macht diesbezüglich keinen Unterschied
  • Bevorzugen Sie ungesättigte Fettsäuren, beispielsweise pflanzliche Fette und Öle.
  • Reduzieren Sie gesättigte Fettsäuren, also wenig Fleisch- und Wurstprodukte konsumieren.
  • Gerichte generell möglichst fettarm zubereiten also sparsam mit Butter, Margarine, Ölen umgehen.
  • Achten Sie auf (versteckte) Fette in Dressings, Kuchen, Süßigkeiten, Soßen, Wurst und Käse
  • Meistens gilt: Je dünnflüssiger ein Fett ist, desto besser, da der Anteil an ungesättigten Fettsäuren meist höher ist.
  • Übergewicht ist meist ein Zeichen von einer zu hohen Kalorienbilanz und zu wenig Bewegung. Dies ist somit nicht zwingend die Folge nur eines erhöhten Fettverzehrs; auch der Verzehr von zu vielen Kohlenhydraten fördert den Aufbau und Speicherung von Fetten.

Körperfettanteil

Ein gesunder Körperfettanteil liegt bei ca. 15% bis 25%. Sportler und sehr schlanke Menschen haben sogar unter 10% und sehr fettleibige Menschen über 25%. Frauen weisen desweiteren geschlechtsspezifische Fettreserven für den Fall einer Schwangerschaft auf.


Wie besiegen Sie Ihre ungewünschten Fettpölsterchen?

Sie sollten hierzu sich regelmäßig bewegen und sportlich betätigen und wissen wie viel Sie was essen sollten.

Bewegung und Sport sind wichtig

Sport und Bewegung kurbelt Ihren Stoffwechsel an und so werden mehr Kalorien verbrannt. Desweiteren trainieren Sie Ihre Problembereiche und bauen Muskelmasse auf. Mehr Muskelmasse setzt mehr Energie um, also verbrennt Ihr Körper dadurch automatisch mehr Kalorien.

Ausgewogen und bewusst ernähren

Ein weiteres sehr wichtiges Kriterium ist eine ausgewogene, vollwertige Ernährung. Essen Sie bewusst und nicht zu viel. Hierzu ist es ratsam, dass Sie Ihren Grundumsatz ermitteln, also wieviel Kalorien benötigt Ihr Körper in Ruhe und bei Belastung. Desweiteren sollten Sie gesunde Lebensmittel konsumieren. Eine vollwertige Ernährung ist hierbei wichtig, denn Ihr Körper braucht verschiedenste Nährstoffe in unterschiedlicher Menge. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Diäten, Abnehmmethoden und Fettreduktionsbehandlungen

Darüber hinaus gibt es viele Abnehmmethoden, die einen schnellen Erfolg versprechen. Jedoch führen diese meist zum ungewünschten Jojo-Effekt. Haben Sie trotz aller Bemühungen immer noch ungeliebte Fettdepots kann ggf. medizinisch durch eine Fettabsaugung (Liposuktion) nachgeholfen werden.

Wenn Sie sich nicht einer Operation unterziehen möchten, gibt es eine neuartiges vielversprechendes Verfahren: die Kryolipolyse, auch oftmals als Coolsculpting bekannt. Hier wird durch Kältetechnik Ihr Fettdepot für 60 Minuten gekühlt. Da Fettzellen empfindlicher auf Kälte als Ihr restliches Gewebe reagieren, schrumpft Ihr Depot nachweislich zusammen. Welche Regionen sich gut mit Kryolipolyse behandeln lassen, erfahren Sie auf der Kryolipolyse-Anwendungsgebiete-Seite.




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