Bild der Frau: Therapie gegen Schwitzen unter der Achsel "miraDry"

Bild der Frau Schwitzen Achsel Hannover Schweißtherapie
"Heute bringt mich nichts mehr ins Schwitzen." K. Geschwill litt jahrelang unter Hyperhidrose - und schämte sich. Selbst bei Minusgraden hatte die Studentin nasse Achseln. Wie die Technik eines Küchengerätes das unangenehme Problem löste.

Tabuthema Achselschweiß

Gäbe es in einem TV-Quiz eine Frage nach Deodorants, Geschwill könnte Sie ohne zu zögern beantworten. "Ich habe alles ausprobiert, was der Deo-Markt hergibt, jede einzelne Marke", schmunzelt die 24 jährige Studentin aus Mannheim rückblickend.

Geholfen hat ihr keine einzige. Der Grund: Kristina leidet an Hyperhidrose, einer vererbten Veranlagung zu übermäßiger, geruchloser Schweißbildung- in erster Linie in den Achselhöhlen. "Es begann in der Pubertät", erinnert sich Kristina, "Meine Achselhöhlen wurden nass, ohne dass ich mich körperlich anstrenge musste. Wenn ich morgens im Winter auf den Schulbus wartete, fror und schwitzte ich gleichzeitig." Weil sich ständig große nasse Ränder unter den Armen bilden, trägt sie nur noch dunkle Shirts und Pullis. Bei einem besonders wichtigen Termin klebt sie sich sogar Damenbinden in die Bluse. "Das Schwitzen begleitete ich jahrelang", sagt Kristina.

Bis sie von einer Mitstudentin erfährt, dass ein amerikanisches Forschungsteam eine neue sanfte Methode entwickelt hat: Mit Mikrowellen gegen Drüsentätigkeit. "In zwei Sitzungen innerhalb von drei bis sechs Monaten können die überstimulierten Schweißdrüsen mit einem Mikrowellen-Handstück dauerhaft entfernt werden. Dabei betäuben wir zunächst dauerhaft die Achselhöhle", erklärt der Hautarzt, "Dann saugen wir mit dem Handstück des Geräts die Haut leicht an, schicken Mikrowellen ins Gewebe, die die Schweißdrüsen samt ihrer Versorgungsnerven ein für alle Mal zerstören."

Auch Kristina lässt sich behandeln. "Bislang übliche Eingriffe wie regelmäßige Botox-Spritzen oder eine OP wie die Saugkürretage wollte ich vermeiden", begründet die Studentin die Entscheidung.


Jetzt fühlt sich Kristina wohl in ihrer Haut. "Eine Zeitlang ist die Haut unter den Achseln noch empfindlich und leicht geschwollen, doch schon Tage später spürt Kristin den Erfolg. "Ich habe jetzt kein peinlichen Schweißflecken mehr", freut sie sich. "Was ich nach der Behandlung als Erstes gemacht habe? Ich habe mir bunte Blusen gekauft.


TEXT erschienen in Bild der Frau 2015; Beilage Gesund und Fit


Schweißtherapie, MiraDry, Bild der Frau, Hannover
Markiert in: