Wochenspiegel: Die Eissauna mit -160° Celsius

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Eine Kälte von -160°C hält doch freiwillig kein Mensch aus. Aber die Stars in den USA lieben die Eissauna und auch berühmte Fußballprofis wie Cristiano Ronaldo haben eine gekauft. Die Motivation, die dahinter steckt, ist allerdings sehr vielseitig und nicht nur für Promis erstrebenswert.


Die Wunderwaffe der Stars fürs Körperstraffen, kann auch viele Krankheiten lindern

HANNOVER. Deshalb hat S. Duckstein, Geschäftsführer von „youthconnection“, diese für die „normale“ Bevölkerung nach Hannover geholt. „Es ist die erste Eissauna in Norddeutschland und die positiven Wirkungen sind so vielseitig.“, weiß Duckstein, der selbst jeden 2. Tag die Kältekammer nutzt, „Effekte sind u.a. Kalorienverbrennung, Gewichts-, Cellulitisabnahme und vieles mehr.“


Die extrem niedrige Temperatur von -160°C bewirkt all dieses, weil der Organismus verschiedene Botenstoffe und Glückshormone produziert, der Stoffwechsel angeregt wird, die Muskeln optimal mit Sauerstoff versorgt werden. Das alles führt dazu, dass das Immunsystem gekräftigt wird, allergische Symptome gelindert werden und noch dazu in 3 Minuten bis zu 700 kcal verbraucht werden – eine wirklich positive „Nebenwirkung“! Und die Hollywood-Promis nutzen die Eissauna hauptsächlich wegen dieser „Nebenwirkung“ und der Tatsache, dass das Fettgewebe und die Haut gestrafft werden.
Aber wieso muss dann Ronaldo oder andere Fußballer in die Eissauna? Der Geschäftsführer schmunzelt: „Abnehmen brauchen die eher nicht und Dellen im Oberschenkel haben die höchstwahrscheinlich auch nicht. Hier liegt der Grund darin, dass die Erholung der Muskeln und Gelenke nach einer Trainingseinheit oder Wettkampf schneller ist, kleinere Verletzungen verschwinden einfach schneller. Selbst vor dem Training macht eine Sitzung Sinn, damit die Muskeln vorher viel Sauerstoff aufnehmen.“

Auch nach OPs oder anderen Verletzungen sind die Wundheilung und das Narbenbild besser.

Dieses wurde in den 80er Jahren in Studien herausgefunden, als die Kältebehandlungen nur im medizinischen Bereich eingesetzt wurden. Die Technik stammt ursprünglich aus Japan.
In medizinischen Kälteräumen wurden bei ca. -110°C Schmerzen verbessert, Gelenkerkrankungen wie Rheuma oder Arthritis symptomärmer. Überschießende oder schwächliche Immunsysteme pendeln sich wieder auf Normalniveau ein, so dass Allergien, asthmatische Erkrankungen und sogar Hauterkrankungen wie Psoriasis oder Neurodermitis gelindert wurden. Bei regelmäßiger Eissauna-Anwendung wurden sogar Depressionen und Schlafprobleme verbessert.


Moderne Unternehmen in den USA und Japan haben sogar schon eigene Eissaunen für ihre Mitarbeiter erworben, um das Wohlbefinden und die Erholung zu steigern und krankheitsbedingte Ausfälle zu reduzieren.

Die aktuelle Form der medizinischen Kälteräume steht heutzutage als moderne 1-Personen-Kabine zur Verfügung. Sie kühlt mit -160°C noch effektiver als die ursprünglichen medizinischen Kammern. Meistens ist zu Beginn einer Eissauna-Kur höchstens ein 1- bis 2-tägiger Abstand zwischen den einzelnen Sitzungen empfohlen. Die Erhaltungstherapie kann dann nach Bedarf in größeren Abständen erfolgen. Der Anwender lässt die extreme Kälte maximal 3 Minuten pro Sitzung auf sich wirken, lediglich bekleidet mit Unterwäsche und Strümpfen.
Duckstein beschwichtigt aber: „Die trockene Extrem-Kälte ist nicht so schlimm, wie es sich anhört. Unangenehmer ist es, in kaltes Wasser zu springen. Deshalb hält fast jeder beim 1. Mal auch 2 Minuten durch.“

Die Eissauna-Behandlung hat zwar viele positive Effekte, aber nahezu keine Nebenwirkungen.

Wer nun neugierig geworden ist, ob seine eigene Erkrankung vielleicht auch durch die Eissauna gelindert werden kann oder ob das Bodyshaping und die Leistungssteigerung der Profis und Promis auch was für einen selbst ist, kann sich auch weiter auf der Homepage www.youthconnection.de informieren oder direkt im Ernst-August- Carrée, wo die Eissauna stationiert ist.



Der Artikel ist am 30.09.2015 erschienen im Wochenspiegel Hannover.

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