botox gift

Botox ist kein Gift! 3 Gründe warum Botox kein Gift ist (Botox Gift?)

Jeder hat von die Schlagwörter „Botox Gift“ schon einmal gehört. Botox wird in unseren Medien fälschlicherweise als Gift dargestellt. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, warum Botox kein Gift ist.

Grund 1: Botox ist ein geschützter Markenname

Botox ist der Markenname eines zugelassenen Medikaments der Firma Allergan. Also ist Botox zunächst lediglich der Name eines Arzneimittels und nicht der Name eines Wirkstoffes oder gar Gifts. Übrings nennt Allergan Ihr Präparat Botox in Deutschland Vistabel.

Grund 2: Botox ist ein zugelassenes Medikament

In einem zugelassenen Medikament ist die Dosis des Wirkstoffes streng genormt. In dem Präparat Botox bzw. Vistabel ist eine extrem geringe Menge des Stoffels Botulinumtoxin enthalten. Dieser wird so stark verdünnt, dass die richtige Anwendung nicht gefährlich und erst recht nicht tödlich ist.

Um es auf den Punkt zu bringen, Botox ist ein Medikament – Botox ist kein Gift!

Grund 3: Der Wirkstoff muss in Relation zur Wirkmenge gesehen werden / Toxizitätsbestimmung

Kein Wirkstoff ist per se ein Gift. Um dieses Schubladendenken zwischen giftig und nicht giftig besser zu verstehen, muss die Konzentrationsmenge immer in Relation gesehen werden. Die Toxizitätsbestimmung beschäftigt sich genau damit, ab welcher Quantität ein Wirkstoff giftig, also schädlich oder gar tödlich ist.

Ab wann ein Stoff giftig ist, hängt also immer von der Dosis ab, d.h. ein und derselbe Stoff ist in einer niedrigen Konzentration harmlos, während er in einer hohen giftig für ein Lebewesen wird. So können Sie sich mit harmlosen Stoffen und Medikamenten wie einer Überdosis Kopfschmerz-, Schlaftabletten vergiften oder selbst töten, sogar durch eine extreme Überdosis Salz oder Vitamine. Nahezu jeder Stoff ist also ab einer gewissen Konzentrationsmenge für ein Lebewesen giftig.

Der Wirkstoff im Medikament Botox ist Botulinumtoxin. Dieser ist bereits in einer sehr geringen Dosis giftig und wird deswegen als sehr giftige Substanz angesehen. Dennoch ist dieser Stoff im Medikament Botox im Bereich 1 bis 4 milliardstel eines Gramms verdünnt, so dass diese homöopathische Menge keinen gesundheitlichen Schaden anrichtet oder gar giftig ist. Botox ist kein Gift, denn Gift ist immer nur etwas Relatives, also abhängig von der Qualität eines Stoffes und der Quantität.

Paracelsus Vermächtnis: Gift ist etwas Relatives

Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim bekannt als Paracelsus war ein sehr berühmter Arzt und Alchemist des 16. Jahrhunderts. Zu seinen Lebzeiten wurde er von seinen wissenschaftlichen und akademischen Kollegen wegen seiner Theorien ausgelacht und verspottet und genoss einen schlechten Ruf, dennoch prägte er beachtlich die Wissenschaft. Er stellte bereits damals fest, dass alleine die Konzentrationsmenge den Unterschied zwischen giftig und Arznei darstellt („Dosis sola venenum facit“). Heutzutage sind Schulen und vor allem medizinische Einrichtungen wie Arztpraxen, Rehazentren oder Krankenhäuser nach ihm benannt. Leider ist in unserem Sprachgebrauch das Wort „Gift“ immer noch nicht nachhaltig durch ihn geprägt.

Bis heute gibt es keine einheitliche Definition von dem Wort Gift, meist wird mit Gift lediglich die Qualität eines Stoffes gemeint, also Stoffe, die bereits in sehr geringen Mengen eine starke Wirkung haben. Dieser Definitionsansatz berücksichtigt leider nicht die Quantität, also ab welcher Dosis der Stoff giftig ist. Es gibt kein chemisches Gesetz, welches den giftigen Charakter eines Stoffes bestimmt. Es gibt auch keinen Stoff, der losgelöst von der Quantität immer giftig ist, also ein absolutes Gift darstellt.

Welche Botox-Anwendungsmenge wäre eine kritische Dosis für den Menschen?

Für eine Behandlung der Sorgenfalte (Stirnquerfalten) werden ca. 10 bis 15 Einheiten Vistabel (Botox) angewendet. Die ca. 400 bis 1.000 fache Menge wäre nötig, um einen 70 kg schweren Menschen mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % zu töten.

Wenn Sie es ganz genau wissen möchten: die tödliche intramuskuläre Dosis für einen 70 kg schweren Menschen mit einer Sterbewahrscheinlichkeit von 50 % (LD50) liegt laut einer Fachinformation von Dysport, welche im Ärzteblatt erschienen ist zwischen 39.200 – 78.400 Einheiten Dysport, dies entspricht in etwa 156 bis 313 Ampullen Vistabel (zugelassenes Präparat für die Faltenbehandlung).

Das letale Risiko ist somit bei einer korrekt durchgeführten Faltenbehandlung ausgeschlossen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass noch nie jemand bei einer Botox-Faltenbehandlung weltweit gestorben ist, trotz sehr vieler millionfacher Anwendungen in den letzten 30 Jahren. Den Botox ist nun mal ein Medikament, welches in einer nicht giftigen Dosis von einem Mediziner angewendet wird. Das Ergebnis einer Faltenbehandlung hält ca. 3 bis 6 Monate. Danach ist der Wirkstoff komplett abgebaut.

Falls Sie nochmals die Phrase „Botox Gift“ hören, verweisen Sie gerne auf unseren Artikel.

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